Was bleibt von eurer Hochzeit?
"Onkel Herbert" und der Profi Fotograf
Die folgende Story ist vielleicht etwas überspitzt dargestellt. 
Ok. Streicht "vielleicht" und "etwas". 
Und ab zu versteckt sich auch ein kleines Augenzwinkern. Aber im Grunde behandelt sie ein Thema, um das es in nahezu jedem Erstgespräch geht. Den Umfang der Hochzeitsreportage. Es kommt immer wieder der Punkt

"brauchen wir das?"

Klar, der Fotograf soll die Trauung fotografieren. Das Ja-Wort. Die Unterschrift. Den Ringtausch. Die Paarfotos. Ein Gruppenfoto.

"Aber brauchen wir wirklich einen Fotografen beim Brauttanz? Beim Kuchen anschneiden? Beim Getting Ready? "Onkel Herbert" hat sich doch vor langer Zeit einmal eine Kamera gekauft und macht immer ganz nette Urlaubsfotos. Das kann er doch bestimmt auch übernehmen. Und die aktuellen Handys machen ja auch super aufnahmen. Da setzen wir einfach auf unsere Gäste. Das klappt schon."
Das klappt schon... 
an eurer Hochzeit? An eurem großen Tag?
Ist das wirklich der richtige Tag für Experimente?
Eine Hochzeit ist ein kostspieliger Tag. 
Kleid, Anzug, Essen, Location, Blumen, Ringe, Einladungskarten... Wir können es ja mal schnell zusammen durchgehen. 
Was bleibt euch von eurer Hochzeit:

Die Location
Wunderschön, ganz klar. Und sehr wichtig. Aber am nächsten Tag um 14 Uhr trifft die nächste Hochzeitsgesellschaft ein.


Die Blumen
Ein wunderschöner Blumenstrauß ist an dem Tag selbst so viel wert! Eine Woche später? Sind die Blumen leider verwelkt.

Das Kleid
Kommt nach der Hochzeit in die Reinigung. Und danach in den Schrank. Für Jahrzehnte. Es wird vermutlich nie wieder getragen.

Das Essen
Ja! Das Essen! Es muss köstlich sein! Aber spätestens am nächsten Tag landet es dort, wo Essen und Trinken immer landet.

Die Fotos
Genau... die Fotos. Hierzu eine Geschichte von mir selbst...

Die Fotos meiner eigenen Hochzeit
Ich erinnere mich noch gut an einen Morgen vor knapp zehn Jahren. Eine Hochzeit in Buchenberg. Eine Feier im Geißstadl in Kranzegg. Meine Hochzeit. 
Ich stand selbst am Altar. Nervös, links und rechts von mir meine Trauzeugen, den Blick auf die Gäste gerichtet, die Welt um mich herum wie im Zeitraffer.
Wenn ich heute, ein Jahrzehnt später, unser in Holz gebundenes Hochzeitsalbum aufschlage, ist es wie eine Zeitmaschine.

Ich sehe das Lachen meiner Mutter, den stolzen Blick meines Schwiegeropas zu seiner Enkelin und die herzliche Umarmung meiner Oma. Den Blick meines Schwiegervaters, wie er die Hand meiner Frau an mich übergibt. Ich habe erst mit den Fotos gesehen, dass wir ein Kuchenbuffet hatten! Ich hatte nur die Hochzeitstorte wahrgenommen. 
Dann ein Erinnerungsfoto. Mit meinen Eltern, meinen Großeltern, den Eltern und Großeltern meiner Frau. Es sind Menschen, die diesen Tag mit uns zu dem gemacht haben, was er war – und leider sind heute einige davon nicht mehr unter uns. Tatsächlich war es für meine Mutter und drei unserer Großeltern das letzte große Familienfest. An diesem Bild bleibe ich immer hängen.
Wenn ich diese Seiten umblättere, höre ich fast ihr Lachen. Die Aufforderung meiner Mutter zum Tanz. Ihr strahlen, als sich unsere Blicke begegnen. Ich am Altar, sie ganz vorne in der Kirchenbank. 
Ich sehe Freunde, die das Leben mittlerweile in ferne Städte und andere Länder verstreut hat. Sehe ein Foto der Käsesuppe, zubereitet über offenem Feuer im "Miraculix Kessel" und habe den Geschmack wieder im Mund.

In unserem Flur hängt auf großer Leinwand unser Paarfoto. Meine Frau himmelt mich darauf an. Ein tolles Bild :-). Bilder vom Brautverziehen, als ich noch nicht anwesend, sondern auf der Suche nach der Hochzeitsgesellschaft war. Wie wir mit unserem Hochzeitsauto an der Kirche wegfahren. Erinnerungen ohne Ende.

Jetzt zeige ich sie meiner kleinen Tochter. Später meinen Enkeln. Voller Stolz. Was für ein unglaublich wichtiger, emotionaler Schatz.
In diesen Augenblicken wird klar: Ein professioneller Hochzeitsfotograf ist kein Luxus. Er ist der wichtigste Dienstleister an diesem großen Tag.
Eure Hochzeitsreportage im Allgäu: Handwerk, Herzschlag und warum „Onkel Herbert“ lieber Gast sein sollte
Wenn ihr in zehn Jahren euer Hochzeitsalbum aufschlagt, wollt ihr nicht nur sehen, wer da war. Ihr wollt spüren, wie das Kribbeln im Bauch beim Fertigmachen war, wie die Sonne über den Alpen tief stand und wie das zittrige „Ja“ am Altar klang. Aber wie kommen diese Momente in den Kasten? Wir vergleichen einfach mal einen professionellen Hochzeitsfotografen mit "Onkel Herbert" und Handyfotos eurer Gäste.
Das Getting Ready: Oase der Ruhe oder Handy-Chaos?
Der Morgen beginnt. Die Vorfreude steigt, während Haare und Make-up perfektioniert werden. Als euer Hochzeitsfotograf bin ich hier der stille Beobachter. Ich weiß, wann ich die Kamera hebe und wann ich mich zurückziehe, um euch Raum zum Atmen zu geben. Ich achte auf das Licht im Raum, rücke störende Wasserflaschen aus dem Bild und fange die feinen Details eures Kleides oder Anzugs ein, bevor der Trubel losgeht.
Oder wollt ihr lieber ein / zwei Gäste mit gezückten Handys in eurem Ankleidezimmer haben, während ihr gerade in eure Outfits schlüpft? Einfach nur massenhaft Handyfotos knipsend, in der Hoffnung, dass was gutes dabei ist. Oder doch lieber "Onkel Herbert": Er meint es gut, kommt aber vielleicht mit dem harten Fensterlicht nicht klar oder übersieht vor lauter Aufregung die Unterwäsche am Kleiderbügel im Hintergrund.
Ein Profi schafft hier eine Oase der Ruhe, in der authentische Bilder entstehen.
Ein Smartphone hält fest, dass etwas passiert ist. Ein Fotograf hält fest, wie es sich angefühlt hat.
Die Paarfotos: Echte Fotografie statt digitaler Schnappschüsse
Nach der Aufregung des Morgens ziehen wir uns für eure Paarfotos zurück. Hier zeigt sich, warum Vorbereitung alles ist.
Mein Profi-Weg: Wochen vorab machen wir eine gemeinsame Begehung. Ich prüfe die von euch gewünschte Fotolocation im Allgäu, checke den Sonnenstand und achte darauf, ob der Weg auch mit feinen Hochzeitsschuhen machbar ist. Vor Ort nutze ich führende Linien und die Kompression langer Brennweiten, um euch perfekt vom Hintergrund abzuheben. Durch die manuelle Einstellung des Belichtungsdreiecks hole ich die maximale Qualität aus meinen Sony Vollformat-Flaggschiffen. Wir fotografieren wunderschöne und euch schmeichelnde Posen.
Die Handy-Falle: Ein Smartphone hat meist nur ein 28mm-Weitwinkelobjektiv. Ab und zu noch einen Crop-Zoom. Das Ergebnis? „Flache“ Bilder ohne Tiefenwirkung und ohne den wunderschönen, unscharfen Hintergrund (Bokeh), den nur eine echte Optik bietet. Im Weitwinkel sehen Menschen und deren Gesichter breit aus. Es ist ein digitales Bild, aber keine echte Fotografie. Und unser "Onkel Herbert": Er erscheint zur bestellten Uhrzeit, stellt die Kamera auf „Automatik“ und drückt ab. "Stellt euch mal da hin!" Er sieht das Motiv, aber er versteht nicht, wie er das Licht biegen muss, damit ihr strahlt. Ihr steht verkrampft vor der Kamera. Auf das "cheese" könnt ihr nur müde lächeln. Ein Lichtreflektor oder sanfte Softboxen sind hier Wunschdenken.
Wenn ihr einen Profi bucht, schenkt ihr euch selbst die Sicherheit, dass kein Moment verloren geht.
Die Trauung: Unsichtbare Präsenz vs. Blitzlichtgewitter
Der entscheidende Moment. Hier ist Erfahrung eure Lebensversicherung für die Erinnerungen.
Ich bewege mich unauffällig. Dank langer Brennweiten stehe ich nicht direkt vor euch am Altar und versperre euren Gästen nicht die Sicht. Ich habe zwei Kameras einsatzbereit: Ein Blick gilt euch, der zweite den Emotionen eurer Gäste in der dritten Reihe. Ich antizipiere den Ringtausch, bevor er passiert. Ich sehe die Träne auf dem Gesicht der Brautmutter.
Die Gäste-Armee: Habt ihr schon mal eine Hochzeit erlebt, die man nur durch 50 leuchtende Smartphone-Displays sieht? Keiner der Gäste bekommt den Moment wirklich mit, weil alle damit beschäftigt sind, einen verwackelten Clip für WhatsApp zu drehen - und euch diesen am Besten noch während der Trauung zu schicken.
Onkel Herbert: Weil er nichts verpassen will, stellt er sich direkt neben den Pfarrer. Sein kleiner Aufsteckblitz sorgt für grelles Licht und harte Schatten auf euren Gesichtern – die feierliche Stimmung der Kirche ist auf den Fotos dahin.
Torte, Gruppenfotos & Dekoration: Der Blick fürs Ganze
Detail-Liebe: Bevor die Gäste den Saal stürmen, fange ich eure aufwendige Dekoration ein. Jede Blume, jede Karte, das Lichtkonzept. Das ist das Ergebnis eurer monatelangen Planung und mühevollen Handarbeit.
Gruppenfotos: Ich koordiniere die Gesellschaft mit klarer, aber freundlicher Ansage. Vorab mit euch und den Trauzeugen koordiniert, welche Gruppenfotos wir brauchen. Niemand hat Lust auf 30 Minuten blindes Herumstehen. Bei mir geht das zügig, professionell und mit Spaß.
Onkel Herbert: Er möchte eigentlich lieber einen Sekt trinken und die Torte essen. Aber natürlich macht er das Gruppenfoto für euch. Nur leider sind die Gesichter einiger Gäste verdeckt. Die mühsam dekorierte Location fotografiert er vielleicht gar nicht mehr, weil „schon Leute drin sitzen“.
Der Brauttanz & die Party: Wenn das Licht schwindet
Sobald die Party steigt, trennt sich die Spreu vom Weizen.
Maximale Qualität: Wenn es dunkel wird, ziehe ich alle Register. Ich nutze die Lichtstärke meiner offenblendigen Objektive, um die Stimmung einzufangen, statt sie mit einem flachen, kleinen Blitz kaputtzumachen. Und wenn geblitzt wird, dann professionell. Mit der richtigen Ausleuchtung. Und nur nach Rücksprache mit euch.
Das Handy-Limit: Handyschnappschüsse bei der Party sind oft nur noch verrauschter „Pixel-Matsch“. Verschwommen, zu dunkel oder grell weiß. Und zu spät. Bis das Handy das vorhandene Licht analysiert und den einheitlich hellen Blitz auslöst, ist die Situation vorbei. In der Dämmerung kapituliert der winzige Sensor. Und Onkel Herbert? Leider ist die Speicherkarte schon voll...
Wie am Anfang angekündigt.... überspitzt und mit einem deutlichen Augenzwinkern geschrieben. Aber ich würde die Story nicht verfassen, wenn ich das nicht schon alles erlebt hätte. Sehr traurig war die Situation von einem Freund, der nach einer wunderbaren Hochzeit zu mir kam und mich fragte, ob wir vielleicht noch ein Fotoshooting nachschieben könnten. Gestellt. Denn sein "Onkel Herbert" hat den ganzen Tag über tatsächlich nur ein einziges gutes Foto hinbekommen... einen professionellen Fotografen hatte er nicht.
Epilog: Nach der Hochzeit
Die Feier ist vorbei. Ein wunderbarer Tag! Eure Smartphones stehen nicht mehr still. In massenhaft vielen Chats bekommt ihr Fotos und Videos. Nicht vorsortiert. Alles doppelt und dreifach. Die Qualität meistens... naja. Handybild, per Whatsapp übertragen. Jetzt geht eure Arbeit los. Bilder aussortieren, einzeln herunterladen usw. Ihr habt euch an den Bildern sattgesehen, noch bevor das Fotoalbum erstellt ist.

Oder habt ihr doch auf den professionellen Fotografen gesetzt? Ihr bekommt ein paar Tage nach eurer Hochzeit eine wunderschöne und im Stile eurer Hochzeit aufbereitete Bildergalerie. Alle Fotos sind dort in der höchsten Qualität hinterlegt. Ihr könnt sie mit einem Klick an alle Gäste weiterleiten, gesamt herunterladen oder euch sogar als App auf dem Smartphone installieren. Eine Software für das Hochzeits-Fotobuch ist natürlich ebenfalls bereits integriert.  

Das leben kann so einfach sein...
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